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WoW Forever: Blizzard geht verstärkt gegen Goldkäufer vor

Blizzard will in WoW Forever zunehmend gegen Accounts von Goldkäufern vorgehen, vom Entzug des Golds bis zur Schließung, und warnt vor Geschenken Fremder.

WoW ForeverVeröffentlicht am

Ein strenger alter Schatzmeister nimmt im Licht einer Laterne einen versiegelten Münzbeutel von einem Holztresen

Am Abend des 28. September veröffentlichte Blizzards Community Manager Kaivax dieselbe Erklärung in Blizzards amerikanischem und europäischem Forum, innerhalb von 2 Minuten. Blizzard wolle einige wichtige Punkte noch einmal bekräftigen, schrieb er: Echtgeldtransaktionen (RMT), bei denen Ingame-Gold gegen echtes Geld gekauft oder verkauft wird, seien in World of Warcraft nicht akzeptabel. Blizzard gehe in der Beta von WoW Forever gegen RMT vor, fügte er hinzu, und werde das auch tun, wenn Forever live geht, und darüber hinaus.

Neu ist, wen es trifft. Laut dem Beitrag ist Blizzard schon immer so schnell wie möglich gegen die Accounts von RMT-Verkäufern vorgegangen, wird nun aber zunehmend auch gegen die Accounts von Käufern vorgehen. Das bedeute, schrieb Kaivax, dass Blizzard dem Spieler, der das unrechtmäßige Gold erhalten hat, dieses Gold entzieht und/oder weitere Maßnahmen ergreift, bis hin zur Schließung von Accounts. Wie Blizzard Käufer erkennt, wie viele Accounts bisher betroffen sind und wovon es abhängt, ob ein Käufer nur das Gold verliert oder mit mehr rechnen muss, sagt der Beitrag nicht.

Außerdem bat Kaivax alle Spieler erneut, sehr vorsichtig zu sein, wenn sie Geschenke von Fremden oder andere einseitige Transaktionen annehmen, bei denen ein Spieler Gold übergibt und nichts zurückbekommt. Wenn sich zeigt, dass der Spieler, der das Gold erhalten hat, wusste oder hätte wissen müssen, dass es nicht aus einer legitimen Quelle stammt, können auch gegen seinen Account Maßnahmen ergriffen werden. Wie Blizzard beurteilen will, was ein Spieler hätte wissen müssen, hat das Studio nicht gesagt.

Kaivax antwortete in 2 Threads, die Spieler am selben Tag eröffnet hatten. Im amerikanischen mit dem Titel „Gold buying rules“ hieß es, Blizzard habe sein Versprechen nicht gehalten, bei Goldkäufern nicht mehr nachsichtig zu sein. Im europäischen ging es um ein Duell-Turnier in der Beta von Forever mit einem Preisgeld von insgesamt 50.000 US-Dollar: Der Verfasser nannte das Turnier unfair gegenüber Spielern mit weniger Zeit, weil das Vermächtnissystem Accounts, die sich seit Wochen vorbereiten, einen großen Vorsprung verschafft, und forderte Regeln dafür. In beiden Threads fragten Spieler, woher die großen Mengen Gold stammen, die einigen Streamern in der Beta nach der Ankündigung des Turniers per Handel übergeben wurden. Kaivax’ Antwort nennt niemanden, erwähnt weder einen Account noch das Turnier und sagt nichts zum Vermächtnissystem.

Die Erklärung folgt auf die Live-Fragerunde vom 17. September, in der Blizzards Senior Game Designer Josh Greenfield sagte, Blizzard werde Goldkäufer in Forever sehr hart bestrafen, und einräumte, man sei mit ihnen wohl zu nachsichtig gewesen; welche Strafen es geben werde, sagte er damals nicht. Kaivax’ Beitrag nennt sie: den Verlust des Golds oder weitere Maßnahmen, die bis zur Schließung des Accounts gehen können. Die Beta läuft bis zum 21. Oktober, und WoW Forever startet am 4. November um 23:00 Uhr britischer Zeit, in Mitteleuropa also am 5. November um Mitternacht.