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WoW: Blizzard hätte in The Last Titan gern eine härtere offene Welt
Game Director Ion Hazzikostas sagt, das Team wünsche sich im nächsten Add-on eine härtere offene Welt, und erklärt, warum Horde und Allianz eine Story teilen.

In einem am 18. September veröffentlichten Interview sagte World-of-Warcraft-Game-Director Ion Hazzikostas, er glaube, das Team würde in The Last Titan, dem Add-on nach Midnight, gern etwas wie die heroische Weltstufe (Heroic World Tier) anbieten, für Spieler, die sich „ein anspruchsvolleres, lohnenderes Erlebnis in der offenen Welt“ wünschen, mit mehr Reibung und mehr Sinn. Das ist eine Absicht, keine Ankündigung: Er sagte nicht, wie ein solcher Modus funktionieren oder was er belohnen würde. Die Aussage stammt aus diesem einen Interview, und Blizzard hat sie in eigenen Beiträgen nicht bestätigt. Blizzards eigene Ankündigung von The Last Titan sagt kaum mehr als eine Rückkehr nach Nordend und verspricht mehr Anfang nächsten Jahres.
Blizzard hat eine heroische Weltstufe in Legion Remix erprobt, einem zeitlich begrenzten Event: eine optionale Einstellung, die Gegner in der offenen Welt deutlich zäher machte und im Gegenzug bessere Belohnungen gab. Hazzikostas nannte solche Experimente vielversprechend. Er wurde gefragt, ob Spieler nicht mehr erwarten sollten, dass das moderne Spiel Dinge bekommt, die in Classic interessanter sind, etwa eine packendere offene Welt. Er verneinte: Das seien echte Probleme im modernen Spiel, die das Team lösen wolle, und einer offenen Welt ohne Bedrohung oder Spannung fehle etwas. Blizzard würde Spielern nie sagen, dass sie dafür Classic spielen sollen, sagte er, denn jede Version von WoW sollte das bieten.
Er sprach auch über neue Spieler; diese Aussagen fasste der Interviewer zusammen, statt sie vollständig zu zitieren. Die moderne Levelroute so zu überarbeiten, wie Blizzard es in Cataclysm getan hat, wäre schwer zu vermitteln, sagte er, weil Spieler dafür Dutzende Stunden leveln müssten, um zu ihren Freunden aufzuschließen. Er fügte hinzu, Blizzard wisse, dass beim Einstieg für neue Spieler noch viel mehr Arbeit nötig sei, damit sie in die Fantasie ihrer Klasse hineinfinden und die Geschichte kennenlernen.
Auf die Frage, warum die moderne Geschichte für Horde und Allianz gleich ist, sagte Hazzikostas, es gehe teils um Ressourcen: Eine eigene Levelgeschichte für jede Fraktion zu schreiben heiße, Spielern zweimal halb so viel Geschichte zu geben. Es gehe auch um Feedback: Wenn die meisten Spieler Fraktionskonflikte wollten, würde Blizzard darauf setzen, doch das Team höre vor allem den Wunsch nach mehr fraktionsübergreifendem Spiel. Bis zu einem gewissen Grad, fügte er hinzu, gehe es auch darum, dass die Geschichte schlüssig ist, wenn Horde und Allianz sich bekämpfen, während die ganze Welt bedroht ist. Er sagte, Blizzard wolle die Identität jeder Fraktion und ihre lange Geschichte von Konflikten bewahren, die die aktuelle Handlung ein wenig in den Hintergrund rückt, und er glaube, das Team wolle sie später wieder stärker in den Mittelpunkt stellen. Einen Zeitraum nannte er nicht.
Über WoW Forever sagte Hazzikostas, es sei eine dritte Säule neben Retail und Classic, und Classic mit seiner Originalversion und der Version von Burning Crusade werde weiterlaufen. Laut der Zusammenfassung des Interviewers behält Forever die Ideen von Classic bei, etwa eine bodenständigere Geschichte und mehr Fokus auf den Aufbau von Gemeinschaften als auf automatische Gruppensuche, gleicht aber Talentbäume und Spezialisierungen neu aus, mit dem Ziel, jede Klasse konkurrenzfähig zu machen, und streicht das lästige Farmen von Weltbuffs für Schlachtzüge. Hazzikostas sagte, Spiel auf höchstem Niveau wie heroische und mythische Schlachtzüge und das Pushen von Mythisch+-Schlüsseln sei nicht das, worum es in Forever gehen wird.
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